Notfallradio IBBK zur durchhaltefähigen robusten Information der Bevölkerung in Katastrophenlagen
Kurzbericht in der SRF Tagesschau vom 29.12.2024
UKW-Radio kann im Notfall auch im Bunker empfangen werden. Im Krieg sendet der Bund über eine Notfall-Radioinfrastruktur mit speziell starken UKW-Signalen. Hörbar auf DAB-Geräten.
Radio SRF, 11.4.2022
UKW – Wie geht es weiter? – Radio1 – 7. Dezember 2025
In diesem Doppelpunkt gibt es Informationen zum Thema UKW. Am Dienstag, 9. Dezember 2025 wird der Ständerat sich definitiv entscheiden, ob UKW schweizweit verboten wird oder nicht. Zu Gast ist unter anderen Dr. Ulrich Bollmann, Oberst a.D. und ehemaliger Kommandant der Armeestabsgruppe 500, Abteilung Presse und Funkspruch. Moderator ist der legendäre Privat-Radio-Pionier Dr. Roger Schawinski, CEO Radio 1.
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Für Handy-Alarm braucht es Gesetzesänderungen
Geplant ist die Einführung von Cell Broadcast. Dieses System kann allen Smartphones in einem bestimmten Gebiet einen kurzen Text zustellen. Auf diesem Weg sollen dringende Alarme und Warnungen verbreitet werden, wie der Bundesrat mitteilt.
Einstellen will der Bundesrat das UKW-basierte Notfallradiosystem. Dieses System bringe angesichts der Betriebskosten von gegen 20 Millionen Franken im Jahr zu wenig, hält er dazu fest. Das Notfallradio sei nicht mehr zeitgemäss. Heute müsse schnell und lokal alarmiert werden können. Mittel dazu sind neben Meldungen auf die Handys verbreitungspflichtige Meldungen an die Radios.
SRF 15.10.2025
Zu wenig Strom fürs Handynetz – das soll sich ändern.
Mobilfunkantennen haben nur für eine Stunde Notstrom. Im Krisenfall ungünstig, wie sich im Wallis gezeigt hat. Was tun?
Als sich das Wallis an Gründonnerstag unter einer massiven Neuschneedecke wiederfand, fanden sich auch viele Gebiete ohne Mobilfunk wieder: Mit der Stromversorgung brach auch das Handynetz zusammen. Während die Menschen in den Tälern ausharren mussten, ging den Handyantennen bereits nach einer Stunde der Strom aus.
Schuld daran sind die in den Sende- und Empfängerntennen verbauten Akkus, die nur für eine Stunde Strom liefern. Dies soll sich laut Swisscom nun ändern: «Aktuell steht im Raum, dass die Autonomie der Antennen von einer Stunde auf vier Stunden erhöht wird», sagt Mediensprecher Armin Schädeli. Die Kosten trage die Swisscom.
SRF 20.4.2025
Bundesrat will Bevölkerung neu per Handy-Alarm warnen.
Im Krisenfall setzt der Bund vermehrt aufs Mobiltelefon und andere digitale Kanäle. Das bringt Vorteile, aber auch Risiken.
Wie die Bevölkerung alarmieren bei einem schlimmen Unwetter, einem Erdbeben oder gar einem Bombenangriff? Heute lässt der Bund in solchen Fällen die Sirenen im Land heulen, lässt Radiomeldungen verlesen oder schaltet Informationen auf der Alertswiss-App. Neu sollen diese etablierten Alarmierungskanäle ergänzt werden mit einer Push-Nachricht direkt auf das Mobiltelefon, auch «Cell Broadcast» genannt: «Damit kann man sehr viele Leute sehr schnell erreichen», sagt Christian Fuchs vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz BABS.
Auf einen Alarmierungskanal möchte der Bundesrat allerdings künftig verzichten: auf das Notfallradio. Das System sei teuer und veraltet: «Die wenigsten Leute wissen wahrscheinlich, was das Notfallradio ist, weil es noch in keiner Krisensituation tatsächlich zum Einsatz kam.» Das Notfallradio ist ein zusätzliches unterirdisches UKW-Netz, das im Notfall auch die Schweizer Luftschutzkeller mit Radionachrichten erreichen könnte. Ein solches System gebe es in keinem anderen Land und aktuelle Kriegssituationen zeigten, dass andere Alarmierungskanäle alltagstauglicher seien, heisst es von Seiten des Bundes.
Ob es zu diesen Neuerungen bei der Alarmierung tatsächlich kommt, entscheidet das Parlament. Und das kann noch dauern. Der Bund rechnet mit der Einführung des «Cell Broadcast»-Systems frühestens in drei bis vier Jahren.
SRF 28.11.2024
